solidarischer Handel

Welthandel erforschen – „Rund um den Kaffee“ - auf Schul- und Stadtteilfesten 
 

„Wenn man bedenkt, wie viel Arbeit drin steckt, dann ist der Preis viel zu niedrig“, mit diesen Worten zieht eine Jugendliche ihre Freundin zum Kaffeeparcours, den mehrSicht e.V. regelmäßig auf Festen durchführt. Menschen erhalten dort einen kleinen Eindruck von der langen Reise des Kaffees vom Anbau bis zu uns. Kinder und ganze Familien sortieren rohe Kaffeebohnen und schleppen Kaffeesäcke zum Zwischenhändler und verkaufen sie. Sie versuchen genug Geld für ihre Ernte zu erhalten, um ihre Familie zu ernähren. Doch es gibt nur ein paar Cent.


Spätestens wenn sie die Kaffeebohnen an der nächsten Station „in Deutschland“ zu einem weit höheren Preis wieder einkaufen wird klar: Fair ist der Lohn für die Kleinbäuer*innen ganz und gar nicht. Die unfaire Bezahlung löst Dynamik aus. Verhandlungen werden geführt, Zusammenschlüsse entstehen, fairere Preise werden gefordert. Gute Gelegenheit, um ins Gespräch zu kommen über Herstellungsbedingungen unserer Konsumprodukte, über ungerechte Preise und faireren Handel.
Begleitet wird die Aktion von einem Team kompetenter Referent_innen.

 

Das Rösten der Kaffeebohnen sorgt für einen herrlichen Kaffeeduft. Während die Bohnen abkühlen gilt es ein Quiz zum Kaffeeanbau zu lösen – eine Gelegenheit Welthandels-Strukturen weiter zu erforschen und zu verstehen, wie sich der Globale Norden bis heute an den Kolonialwaren bereichert. Zum Abschluss gibt es selbst gerösteten, frisch gemahlenen Kaffee.

 

Bezüge zur „Einen Welt“ werden durch ein Produkt des täglichen Konsums lebendig. Neue Perspektiven werden möglich, zum Beispiel: Auswirkungen von niedrigen Preisen auf Menschen, die Kaffee anbauen. Spielerisch ermöglicht der Parcours lebendiges Lernen für die ganze Familie.


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